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Negative Emotionen FÜHLEN: dein Schlüssel für wahre (Selbst) Liebe

Wenn du in der aufrichtigen, wahrhaftigen Verbindung zu einem anderen Menschen sein willst, geht das immer zuerst über deine Selbstliebe und -heilung. Das bedeutet, auch durch deine negativen Gefühle – wie z.B. deine Angst oder deinen Schmerz, die dich nämlich daran hindern, ganz verbunden zu sein – hindurchzugehen und sie zu überwinden. Ich möchte dir in diesem Beitrag einige Schritte vorstellen, die dich dabei unterstützen können.

Denn wenn du alle deine Emotionen sowie die damit zusammenhängenden Gedanken anerkennst und transformierst, so bist du in der Lage, dich für noch tiefere Liebe zu dir selbst und Anderen zu öffnen.

Vielen Menschen fällt das jedoch schwer.
Sobald zwischenmenschliche Nähe oder Gefühle entstehen, erzeugt das Angst.

Davor, (wieder) verletzt und enttäuscht zu werden oder sich in dieser Verbindung zu verlieren.

In Veränderungssituationen: kommen noch Zukunftsängste hinzu – davor, was dann auf einen zukommt, Angst vorm Versagen oder vor Ablehnung.

Und was ist die Folge?

Ein Teil, der immer flüchten und ausweichen will, während der Andere sich ja eigentlich genau diese Nähe, Verbundenheit und das Neue wünscht – eine Dilemmasituation.

Warum ist das so?

Wenn du dein Herz öffnest, kommst du automatisch auch an deine sog. Schattenanteile. Das sind zumeist alte Wunden und Verletzungen aus deiner Vergangenheit. Denn dein Herz ist der Ort des Fühlens und wenn wir uns dafür öffnen, so zeigen sich auch die unangenehmen Anteile: unsere Emotionen – wie Angst, Wut, Trauer, Schmerz, Hass, Scham, Einsamkeit, Verwirrung, Zweifel, Unsicherheit etc.

Der Schlüssel liegt darin, alle negativen Empfindungen und Gedankenkonstruktionen, die die Sonnenanteile (noch) überlagern, anzuerkennen und vor allem sie zu spüren. Hier erkläre ich dir:

4 Schritte, wie du das erfolgreich umsetzen kannst

Diese sind von mir selbst erprobt und ich wende sie seit vielen Jahren – sowohl bei mir als auch bei meinen Klienten – erfolgreich an.

Schritt 1: ANNEHMEN, WAS IST

Der erste Schritt besteht darin, in einen achtsamen Kontakt mit dir selbst zu kommen und alles, was ist (alle auftauchenden Gedanken und Emotionen), erstmal „nur“ anzunehmen. Tritt innerlich mal einen Schritt zurück in eine neutrale Beobachterposition. Dann heiße alles bewusst willkommen und sage zu dir selbst: „Alles, was sich jetzt in mir zeigt, darf da sein.“ Hiermit gehst du bereits einen wichtigen Schritt in deine Selbstliebe und -annahme. Herzlichen Glückwunsch!

Schritt 2: VERHALTENSMUSTER WAHRNEHMEN

Im Anschluss an deine Selbstakzeptanz geht es darum, dir deine Verhaltensmuster genauer anzuschauen. Denn diese tauchen in der Regel unbewusst oder ganz automatisch auf, wenn wir mit unangenehmen Gefühlen oder Situationen konfrontiert sind. Sie sind wunderbare Ablenkungsmanöver, aber auch berechtigte Schutzmechanismen, die zumeist aus alten Prägungen herrühren. Wenn du diese erkennen und bewusst reflektieren kannst, bist du wieder ein großes Stück weiter.

Sollte dir dies Schwierigkeiten bereiten, dann…

Erinnere dich mal, ob du Situationen aus deiner Vergangenheit oder Kindheit kennst, wo du ähnliche Gedanken und Gefühle hattest und dann frage dich:

  1. Was ist damals passiert?
  2. Was hat mich damals gestört oder vielleicht sogar verletzt?
  3. Woran oder an welche Person erinnert mich ein bestimmter Mensch, mit dem ich gerade im Kontakt bin? Was hat die Person von damals zu mir gesagt oder wie hat sie sich konkret verhalten?
  4. Und jetzt die wichtigste Frage: WIE habe ich damals darauf reagiert? Wie bin ich damit umgegangen, was habe ich konkret gemacht? Und was hat es emotional mit mir gemacht?
  5. Gibt es andere ähnliche Situationen von damals? Wenn ja: Dann beginne wieder mit Frage 2.

In diesem Schritt gehst du also nochmal ganz bewusst dahin zurück, wo deine negativen Gedanken und Emotionen entstanden sind – dorthin, wo die Ursache liegt – und versuchst, dich an diese Erlebnisse und Personen zu erinnern.

In der Regel führt genau diese Erinnerung bereits dazu, dass die dort entstandenen Gefühle in dir wieder hochkommen. Wenn das passiert, dann lass sie zu! Denn damit gehst du wieder einen Schritt weiter in deine Heil-ung und in dein Ganz-sein.

Damit du dich auch wieder ganz mit deiner (Selbst) Liebe verbinden kannst, möchte ich dir im nächsten Schritt aufzeigen, wie du auch noch anders in dein(e) Gefühl(e), also in dein Fühlen kommen kannst und was du dabei beachten solltest.

Schritt 3: NEGATIVE EMOTIONEN FÜHLEN

Dieser dritte Schritt ist der herausforderndste, aber auch der befreiendste!

Er verhilft dir, dich von allem Unangenehmen, von allen Schleiern und alten Schatten zu befreien. Denn dann kann auch dein Schmerz heilen.

Schmerzen muss man fühlen
damit sie heilen können.

Aus: „Die unendliche Geschichte“

Hier geht es also darum, bewusst und mutig ALLE deine Emotionen zu fühlen und – besonders die unangenehmen – auszuhalten.

Dies tue solange bis du dich leichter und gelöster fühlst.

Über regelmäßige Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, wie z.B. Meditation, PMR, Autogenes Training, Qui Gong, Pilates, Yoga etc. – v.a. in Verbindung mit Musik (!) – kannst du sehr gut in dein Gefühl kommen und bleiben.
Es gibt auch Selbsterfahrungskurse und Seminare, die dich dabei anleiten (z.B. geführte Meditationen – auch online).
Sportliche Bewegung (wie bspw. Freies Tanzen, Laufen, Fahrradfahren etc.) oder allgemein der Aufenthalt in der Natur können dir auch dabei helfen.
Emotional bewegende Filme, alte Tagebücher lesen oder dich bewusst an andere (vielleicht ähnlich schmerzhafte) Erfahrungen erinnern (wie in Schritt 3 beschrieben), können dich auch in dein Gefühl bringen.

Wenn du eine Gefühlsregung in deinem Alltag spürst, so ist es essentiell, diese nicht nur wahrzunehmen, sondern sie auch zuzulassen.

Das Wichtigste ist, deine Emotionen – in dem Moment, wo sie auftauchen – nicht wegzudrücken oder zu übergehen (wie wir das oft automatisch im Alltag tun), sondern sie bewusst zu fühlen.

Solltest du gerade in einem Gespräch – vielleicht sogar Konflikt – mit einer anderen Person oder in der Öffentlichkeit sein, dann ist es gut, erstmal die Situation, den Raum oder öffentlichen Ort zu verlassen, um für dich alleine und in Sicherheit sein zu können. Am Besten eignet sich hier ein geschützter Ort (bei dir zu Hause, in der Natur oder im Rahmen einer Selbsterfahrungsgruppe), wo du ungestört in Ruhe mit dir selbst sein kannst.

Schritt 4: MIT POSITIVEN KRAFTSÄTZEN AUFLADEN

Der letzte Schritt hat zum Ziel, deine negativen Gedanken und Emotionen in Positives umzuwandeln. Dazu gehören auch alte Glaubenssätze, die du nun bewusst in – dich stärkende und aufbauende – Kraftsätze verändern kannst.

Im Folgenden nenne ich dir ein paar Beispiele. Du kannst diese auch als Affirmationen oder Mantras täglich benutzen:

  • „Ich vertraue dem Prozess des Lebens und bin im tiefen Glauben, dass dieser meinem höchsten Wohl dient.“
  • „Ich bin zu 100% einverstanden damit und sage JA, zu allem, was geschieht – in mir und im Außen. Weil es mich zutiefst befreit.“
  • „Ich öffne mich jetzt für das Leben und die Liebe sowie für Person XY. Denn meine Liebe ist bedingungslos und unabhängig. Sie ist einfach da und darf jetzt da sein.“
  • „Ich mache mein Herz ganz weit und dehne mich aus. Ich werde ganz ruhig, sanft und weich dabei. Ich lasse es fließen – ganz frei. Ich bin so frei (3x sprechen).“
  • „Ich bin verbunden mit meiner Selbstliebe. Ich liebe auch mich bedingungslos. Von ganzem Herzen nehme ich mich jetzt so an, wie ICH BIN.“

Natürlich kannst du auch deine ganz persönlichen und individuellen neuen Sätze finden und – am Besten täglich – damit experimentieren und arbeiten. Stell dich auch gern mal vor einen Spiegel und sage sie laut vor. Sprich´ dich selbst dabei an.

Wiederhole sie – solange bis du den Inhalt auch wirklich FÜHLST!

Dann geschieht die Umprogrammierung und Transformation in deinem Unterbewusstsein wie von selbst.

Ich hoffe, dass mein Beitrag und die einzelnen Schritte dich in deinem Prozess unterstützen können. Ich wünsche dir viel Mut, Ver-Trauen und Erfolg dabei!

Hast du Fragen? Stell´ sie mir! Solltest du noch weitere Unterstützung benötigen oder dir eine persönliche Begleitung wünschen, so bin ich gern für dich da!

Kontaktiere mich!

Erfahrungen von Klienten:

„In meiner Beziehung hatte ich lange mit einer starken Emotion zu tun, die um meine Beachtung bat, mir aber so sehr Angst machte, dass ich sie alleine nicht fühlen wollte/ konnte. Innerlich spürte ich, dass ich eine Person brauchte, die mir half, in meinem Körper zu bleiben und die Emotion da sein zu lassen. Bei einem Seminar lernte ich Dich dann kennen. Liebe Julia, Du hast mir sehr geholfen, eine traumatische Erfahrung in meiner Kindheit zu durchfühlen. Deine bewusste und mitfühlende Präsenz hat mir einen Raum zum Heilen gegeben, in dem ich mich ernst- und angenommen fühlte. Zugleich hat mir diese Katharsis einen kraftvollen Impuls für viele neue Erfahrungen gegeben.
Danke von Herzen für Deine Arbeit.“ – Angela

„Wow 🌟 ich bin total überwältigt, zutiefst berührt, erschöpft und zufrieden … . So intensiv habe ich das noch NIE erfahren. Julia unterscheidet sich von so vielen Therapeuten! Man merkt, dass sie diesen Weg selbst schon gegangen ist und weiß, wo es lang geht. Das erzeugte in mir sofort Vertrauen, so dass ich mich endlich einlassen und meine Emotionen zulassen konnte. Das war bisher anders und ist für mich in der Form komplett neu. Auch komme ich durch ihre hervorragende Arbeit und mit all ihren Erfahrungen mit ihrem Erlebten sehr schnell und tief in mich. Julia ist sehr präsent, voller Empathie und gibt einem auch die nötige Ruhe dazu. … Es war viel Input, aber ich fühle mich jetzt befreiter, nach innen gekehrt und voller neuer Erkenntnisse, was auch im Nachhinein noch positiv nachwirkt. Innerhalb kürzester Zeit zeigte sie mir meine Kernthemen eindrucksvoll auf, wodurch ich endlich meine gewünschten AHA-EFFEKTE bekam! Endlich konnte ich verstehen, wie alles zusammenhängt.“ – Christian

Keiner geht deinen Weg, wenn du ihn nicht gehst. Mein Ziel ist deine Freiheit und Selbstmeisterung!

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